Geburt & Tod - Wildes Gefühlschaos in der Schwangerschaft

Zwei Ereignisse die im Leben nicht gegensätzlicher sein könnten. Geburt & Tod. Beides beschäftigt mich grade gleichermaßen. Während ich mich auf die Geburt unseres dritten Kindes freue, ein neues Leben schenke muss ich mich auf der anderen Seite damit abfinden einen geliebten Menschen gehen zu lassen. 

Ein Familienmitglied das mir näher nicht stehen könnte. Ein Mensch der mich, meine Kindheit und auch das bisherige Leben meiner Kinder so sehr geprägt hat! Ein Mensch, den ich zutiefst schätze und der mir unheimlich fehlen wird! 

Es war ein langer Weg bis hierhin. Er war schwer, traurig und nur von kurzen Hochs gezeichnet. Kleine Lichtblicke die meistens durch meine Kinder hervorgerufen wurden. Die Beiden sind wie Medizin habe ich immer gesagt. 

Und doch geht dieser eine, letzte Kampf im Leben so langsam zu Ende! Das ist ok und unvermeidbar. Es wird schmerzvoll , aber nimmt auf der anderen Seite auch Schmerzen. Es ist ok und ich bin dafür bereit. Aber es schmerz. Es schmerzt jetzt schon so sehr, dass ich es kaum ertragen kann. 





Und so scheint der einzige Lichtblick im Moment dieser eine Tag, an dem ich dieses kleine Wesen auf die Welt bringen werde und somit neues Leben schenke!

Und doch mache ich mir jeden Tag Gedanken darüber, wie viel Schmerz und Trauer man in der Schwangerschaft ertragen kann? Schadet es meinem ungeboren Baby? Merkt es wie traurig ich bin?





Kommentare

  1. Ich kann dich sehr gut verstehen leider habe ich es auch durchmachen müssen , aber mein Sohn kam gesund zur Welt und mir ging es auch etwas besser als ich meinen Sohn im Arm halten konnte. Das erste was ich gemacht habe als ich zu Hause war , ich bin ans Grab gefahren und habe meiner Mama ihr Enkelsohn vorgestellt. So könnte ich nach und nach Abschied nehmen. Auch in diesem Jahr erst vor kurzem müssten
    wird Abschied nehmen von meiner Schwiegermutter und wäre im Dezember Uroma geworden.Ich wunsche dir und deiner ganzen Familie ganz viel Kraft.

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    1. Liebe Karin,

      danke für deinen Kommentar! Es tut mir sehr leid, dass du das auch durchmachen musstest!
      Ich bin da noch zwei geteilter Meinung, auf der einen Seite kann so ein kleines Wunder doch schon ganz viel Schmerz & Trauer lindern, auf der anderen Seite weis ich das es mich fertig macht, dass sie ihn vielleicht nie kennen lernen wird! Es ist schon alles nicht einfach =(

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  2. Liebe Annika,

    es tut mir so leid das zu lesen. Ich kann deine Gedanken sehr gut verstehen. Für Christians Oma war die Baby-Lotte auch immer wie Medizin - sie war sehr dement, aber wenn wir da waren, strahlte sie bis über beide Ohren. Leider ist sie auch gestorben bevor Polly geboren wurde.

    Ich kann dir aber versichern, dass deine Trauer das Baby nicht negativ beeinflussen wird. Wegen meiner Panik-Anfälle habe ich mich viel mit dem Thema auseinander gesetzt. Das Baby bildet Gefühlsrezeptoren durch deine Stimmung. Wenn du traurig bist, kann es diese Rezeptoren auch für sich bilden. Wenn du glücklich bist, lernt es ebenfalls glücklich zu sein. Daher auch das Gefühlschaos in den Schwangerschaften, damit die Babys alle Stimmungs-Rezeptoren ebenfalls anlegen können. Sorg nur dafür, dass du zwischendurch auch mal glücklich bist, dann ist alles gut ;)

    Ich wünsche dir viel Stärke und dass du Trost in deiner Familie findest. Wenn es dir nicht gut geht, hab ich immer ein offenes Chat-Fenster für dich ;)

    <3 Sarah

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    1. Liebe Sarah,

      vielen lieben Dank für deinen Kommentar! Ach das tut mir wirklich leid mit Christians Oma =(
      Das mit den Gefühlsrezeptoren wusste ich jetzt so gar nicht und beruhigt mich aber etwas.

      Danke für deine lieben Worte, ich drücke dich!

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  3. Viel Kraft in dieser schweren Zeit - wo man sich doch einfach nur aufs Baby freuen möchte! Ging mir mit meinem Opa so - und schlimm war dass ich ihn auf der Intensivstation hochschwanger nicht besuchen durfte und nicht wusste ob ich ihn noch einmal sehen kann. Er hat es wie durch ein Wunder überlebt ( 5 x reanimiert) und er meinte da sei eine lichte Gestalt gewesen die zu ihm meinte, seine Zeit sei noch nicht gekommen. So konnte er seine Urenkelin noch kennenlernen - auch wenn er wenige Monate später doch an seiner Krebserkrankung gestorben ist.
    Christine S.

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    1. Liebe Christine,

      auch dir lieben Dank für deinen Kommentar!
      Das ist ja wirklich schlimm mit deinem Opa, das tut mir leid!
      Meine Oma wohnt auch sehr weit von uns entfernt, sodass ich nicht ständig hinfahren und ''da sein'' kann. Es bricht mir das Herz, aber es ist einfach nicht möglich.
      Ich bin froh, dass wir es vor kurzem noch hin geschafft haben und trotz des eigentlichen ''Kinder-Verbots'' auf der Station im Krankenhaus mit den Kids zu ihr durften und uns so verabschieden konnten!

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  4. Liebe Annika,

    es tut mir sehr leid, dass zu lesen. Eine solche Situation kostet viel Kraft, auch ohne Babybauch. Und ich kann mir gut vorstellen, dass die besonderen Umstände, in denen du bist, das alles emotional noch einmal stärker aufladen und durcheinander wirbeln. Aber ich bin mir sicher, dass deine Trauer deinem Baubewohner nicht schaden wird. Mach dir deswegen keine Sorgen. Ich wünsche dir ganz viel Kraft. Fühl dich gedrückt!

    Liebe Grüße

    Regine

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    1. Liebe Regine,

      danke für deine lieben Worte! Du kannst dir sicher vorstellen, wie schwer dieses Situation grade ist, da du ja ebenfalls schwanger bist! Wir machen das Beste daraus und lassen uns nicht unter kriegen!

      Ich drücke dich zurück & hoffe dir und deinem Baby geht es gut?

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  5. Tut mir leid zu lesen und ich fühle mit dir. Ich musste in meiner Schwangerschaft zwei geliebte Menschen gehen lassen und wusste nicht wie ich das verkraften soll. Es war eine schwere Zeit und ich war froh als ich meine süße gesund und munter zur Welt brachte. Ich wünsche dir ganz viel Kraft und drücke dich ganz fest.

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